Was macht einen skandinavischen Garten aus?
Kurz gesagt: Er sieht aus wie eine gepflegte Version einer natürlichen Landschaft. Auf 4 cm getrimmter Rasen und streng gestutzte Rosen haben hier Sendepause. Stattdessen dürfen sich die Pflanzen möglichst natürlich entfalten. Zwei weitere Prinzipien gehören dazu:
- Nutzen: Kräuter, Beerensträucher oder ein Hochbeet mit Gemüse sind fester Bestandteil.
- Wohnlichkeit: Der Garten ist kein Schaugarten, sondern ein zweites Wohnzimmer mit Terrasse, Feuerstelle oder Hängematte.
Welche Farben passen zum Schwedenhaus?
Typisch sind falunrot oder gelb gestrichene Holzfassaden mit weißen Fenster- und Türrahmen, wie man sie etwa bei fjorborg-schwedenhaus.de sieht. Das Haus ist also bereits der Blickfang. Der Garten sollte ihm deshalb nicht die Show stehlen, sondern mit einer ruhigen Palette aus Weiß, zartem Rosa, Lila, Blau und viel Grün antworten.
Welche Pflanzen eignen sich?
- Stauden: Phlox, Storchschnabel und Rittersporn kommen jedes Jahr wieder und brauchen wenig Pflege.
- Gräser: Blauschwingel oder Chinaschilf bringen Bewegung ins Beet und sehen auch im Winter gut aus.
- Gehölze: Birke, Flieder und Apfelbaum sind echte Skandinavien-Klassiker.
- Kletterpflanzen: Clematis oder eine Kletterrose schmücken Veranda und Pergola.
Tipp: Setzen Sie lieber wenige Arten in größerer Zahl als viele verschiedene auf kleinem Raum. Das wirkt ruhiger und damit skandinavischer.
Wie richten Sie den Garten ein?
Schlicht statt verschnörkelt! Holz und Stein fügen sich am besten ins Bild. Weiß lackierte Stühle und Tische greifen die Fensterrahmen des Hauses auf, ein unlackierter Holzzaun oder eine Steinbank ergänzt das Ensemble. Der Porzellan-Gartenzwerg darf dagegen gern in den verdienten Ruhestand gehen.
Sie sehen also: Ein Schwedengarten muss weder aufwendig noch perfekt sein. Natürliche Pflanzen, eine ruhige Farbwahl und schlichte Materialien genügen, damit Haus und Garten zu einem stimmigen Ganzen werden. Dann fehlt eigentlich nur noch das Mittsommerfest.